Living Labs: Innovationsbrücke zwischen Argentinien und Deutschland

Im Rahmen der Vereinbarung zwischen INTA und dem Leibniz-Institut für Agrartechnik und Bioökonomie (ATB), die vom DAAIAS vorangetrieben wurde, empfingen wir die deutschen Forscherinnen Katrin Drastig und Katharina Schulz, Referenzpersonen für Wassereffizienz und agrohydrologische Modellierung.
Das DAAIAS-Team – Marnix Doorn, Edgard Ramirez und Gabriela Lippi – besuchte zusammen mit den Expertinnen die landwirtschaftlichen Versuchsstationen des INTA in Manfredi, Pergamino und Castelar, um die technische Zusammenarbeit zu vertiefen, die Entwicklung von Living Labs in beiden Ländern voranzutreiben und neue Kooperationsbereiche zu definieren.

 

Manfredi: Pilotstandort und Präsentation von Modellen
In der Versuchsstation Manfredi stellten die Forscherinnen des ATB ihre Fortschritte bei der Bewertung der Wassereffizienz vor und erläuterten die Funktionsweise des AgroHyd FarmModel, einem Instrument zur Verbesserung der Entscheidungsfindung im Wassermanagement auf Produktionsebene.

Seitens des INTA stellten Spezialisten aus den Bereichen Ökophysiologie von Kulturpflanzen, Böden, Bewässerung, Unkraut, Emissionskontrolle und Nachhaltigkeitsbewertung laufende Arbeiten und die wichtigsten Indikatoren vor, die in den dort durchgeführten Pilotstandort integriert werden sollen.

Die Besichtigung umfasste den Versuchsbereich mit solarbetriebener Kreisberegnung, unterirdischer Bewässerung und einen Besuch der Milchviehhaltung, wo Möglichkeiten zur Einbeziehung von Messungen und zur Anpassung gemeinsamer Protokolle diskutiert wurden.Der Tag endete mit einer Bewertung der nächsten Schritte und der Planung zukünftiger Aktivitäten.

 

Pergamino: Umweltforschung und Wasserüberwachung
In der Versuchsstation Pergamino fand ein Treffen mit dem Team des Bereichs Umwelt statt, wo wir die seit 1979 installierten Lysimeter besichtigten, mit denen die Menge und Qualität des nach jedem Regen und während des Anbauzyklus aus dem Boden abfließenden Wassers gemessen und bewertet wird. Diese Versuche sind von entscheidender Bedeutung für den integrierten Ansatz, der derzeit in Bezug auf Wasserhaushalt, Effizienz und Nachhaltigkeit der Produktion entwickelt wird.

 

Castelar: Treffen mit dem Institut für Klima und Wasser
Schließlich besuchten wir den INTA-Standort Castelar, wo wir ein Treffen zum technischen Austausch mit Forschern des Instituts für Klima und Wasser hatten. Dort wurden Themen im Zusammenhang mit Klimamonitoring, Modellierung, Satellitenarbeit, Nachhaltigkeitsindikatoren und Möglichkeiten der Integration mit dem AgroHyd-Farmmodell und anderen in Deutschland verwendeten Bewertungssystemen behandelt.

 

Wir danken den Teams des INTA für den Empfang und dem Institut ATB für die wertvolle Zusammenarbeit.

Quelle: DAAIAS

Foto: DAAIAS 

Weiter lesen